Warum die Heizkurve oft falsch eingestellt ist
In 80 % der Fälle ist die Heizkurve von Heizanlagen falsch eingestellt (bei Wärmepumpen ca. jede zweite). Dadurch können sich bis zu 30 % höhere Heizkosten ergeben. Und selbst wenn durch die Optimierung der Heizkurve "nur" 5-10 % Jahresenergie eingespart werden – es lohnt sich. Ganz ohne Umbau, ohne Investition, ohne Eingriff ins System.
Daumenregel: Je 1 °C zu hoch eingestellte Vorlauftemperatur des Heizkreises, dass man nicht benötigt, bedeutet z.B. bei Wärmepumpe 2-4 % mehr Stromkosten im Jahr!
--> Kann man z.B. die Vorlauftemperatur um 5 °C reduzieren, spart man sich ganze 10-20 % Stromkosten, und das ohne zusätzlichen Invest in die Heizanlage!
Die nötige Vorlauftemperatur ihres Systems ist von vielen Parametern abhängig, und jedes Haus hat ihre eigene ideale Kennlinie. Die Vorlauftemperatur ist nicht immer gleich, sondern abhängig von der Außentemperatur, daher ergibt sich die Heizkurve bzw. Heizgerade.
Es werden lediglich die Heizkurvenparameter in der Regelung der Heizanlage richtig eingestellt.
Wie geht das – und warum wird das von Installateuren so selten gemacht?
Weil die optimale Heizkurve nicht erraten werden kann. Sie ergibt sich aus:
der tatsächlichen Heizlast jedes einzelnen Raums
der Leistung der Heizkörper oder der Fußbodenheizung
der notwendigen Vorlauftemperatur bei verschiedenen Außentemperaturen, auch bei Wärmepumpen ganz wichtig, weil sich die Effizienz der Wärmepumpe erheblich steigert, wenn man die Vorlauftemperatur der Heizanlage niedriger einstellen kann.
dem Zusammenspiel aller Heizflächen im Gebäude
Installateure stellen die Heizkurve meist "nach Gefühl" ein – oft unter Zeitdruck, ohne detaillierte Raumdaten und ohne Analyse der Heizflächen. Das führt dazu, dass die Heizkurve fast immer zu hoch eingestellt wird. Das ist sicher, aber teuer.
Vorgehensweise:
Analyse der Heizlast pro Raum (falls bereits vorhanden keine Neuerhebung nötig)
Berechnung der Heizkörper- und FBH‑Leistung (falls bereits vorhanden keine Neuerhebung nötig)
Ermittlung der notwendigen Vorlauftemperaturen bei Norm- und Übergangstemperatur
Ableitung einer optimalen, stabilen Heizkurve für Ihr gesamtes System
Empfehlung der konkreten Einstellwerte für Ihre Regelung
Bei Bedarf Vorort-Termin bei Ihnen (wenn nötig).
Das Ergebnis:
- Ein warmes Haus, niedrigere Heizkosten, Steigerung der Jahresarbeitszahl (Effizienz) der Wärmepumpe, längere Lebensdauer der Anlage,...
- Low-Budget-Analyse: In der Analyse ihres Hauses und Heizanlage kommt z.B. raus, dass in 2 Räumen die Heizkörper zu schwach sind, würde man die 2 Heizkörper zu einem Preis von ca. 1000€ (inkl. Einbaukosten für Installateur) austauschen, könnte man die Vorlauftemperatur des ganzen Hauses um 3 °C senken, ergäbe 12% weniger Heizkosten im Jahr.
Info: Moderne Heizkörper haben eine verbesserte Leistungsabgabe.

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Denn der letzte Feinschliff der Heizkurve deiner Heizanlage und beheizten Räume (inkl. hydraulischem Abgleich) ist ein Schritt für Schritt anpassen während der Heizperiode und ein immer wieder beobachten über mehrere Tage hinweg, ob ihre Räume dabei noch warm werden.
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